Parallel zur Landvermessung
Das Boot wird aus dem Büro gesteuert. Ihr Team fliegt vor Ort die Drohne oder führt die Landvermessung durch, die Wassertiefen entstehen zur selben Zeit.
Hydrographie · Lübeck · Schleswig-Holstein
Wassertiefen in Seen, Flüssen, Hafenbecken und der Ostsee — erfasst mit Einstrahl-Echolot, RTK-GNSS und Motion-Sensor auf einem 22 kg leichten USV. Gesteuert über Starlink und 5G, auch während Ihr Team vor Ort die Drohne fliegt.
Warum ein unbemanntes Messboot
Ein USV erschließt Gewässer, an die ein Messschiff nicht kommt, und macht kleine Messkampagnen wirtschaftlich, die sich sonst nicht rechnen.
Das Boot wird aus dem Büro gesteuert. Ihr Team fliegt vor Ort die Drohne oder führt die Landvermessung durch, die Wassertiefen entstehen zur selben Zeit.
Flachwasser, Verlandungszonen, Schilfkanten, Uferbereiche: gemessen wird bis in rund 0,4 m Wassertiefe. Kein Trailer, kein Kran, kein Slipplatz nötig — das Boot ist tragbar.
Vollelektrischer Antrieb, kein Kraftstoff, kaum Geräusch, minimaler Wellenschlag. In Schutzgebieten und Trinkwassertalsperren ein entscheidendes Argument gegenüber Behörden.
Der tiefe Schwerpunkt erlaubt Messfahrten bei 40–50 cm Wellenhöhe. Der Motion-Sensor rechnet Roll, Pitch und Heave heraus — in der Ostsee bestätigt, ohne Qualitätsverlust.
Fernbetrieb
Über Starlink, zwei getrennte 5G-Netze und WLAN ist das USV von jedem Ort mit Internetverbindung steuerbar. Genau darin liegt der wirtschaftliche Hebel: Ihre Leute sind ohnehin am Gewässer — für die Bathymetrie muss niemand zusätzlich anreisen. Bei einem Verbindungsabbruch fährt das Boot automatisch zurück zur Küste.
Geplante Profile fährt das Boot autonom ab. Jederzeit lässt sich manuell eingreifen, umplanen oder anhalten — Not-Stopp inklusive.
Fisheye-Kamera als Live-Bild, dazu Position, Kurs, Tiefe, Signalqualität und Akkustand direkt in der Steuersoftware.
Messprinzip
Ein Einstrahl-Echolot misst mit 450 kHz und einer schmalen Keule von 5° senkrecht nach unten — zehn Messungen pro Sekunde, 1 mm Auflösung. Die schmale Keule ist im Flachwasser ein Vorteil: Der ausgeleuchtete Fußpunkt bleibt klein, Kanten und Sohlstrukturen verschmieren nicht.
Parallel liefert der RTK-GNSS-Empfänger über SAPOS®-Korrekturdaten Lage und Höhe auf 1–2 cm. Der Motion-Sensor kompensiert Roll, Pitch und Heave. Erst die Kombination macht aus einer gemessenen Tiefe eine belastbare Höhe.
Bei Weichschichten liefert das Signal zwei Reflexionen: die schwache Schlammoberkante und den starken, gewachsenen Boden darunter. Der Abstand ist die Mächtigkeit der Weichschicht.
Hinter Deep Blue Survey
Ich bin Thomas Mommsen, Geophysiker (M.Sc.) mit Schwerpunkt Marine Geophysik, ausgebildet an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seit rund sieben Jahren arbeite ich in einem professionellen Vermessungsunternehmen und verbinde dort täglich geophysikalisches Know-how mit moderner Sensorik und komplexer Datenverarbeitung. Mit Deep Blue Survey erfasse ich hydrographische Daten flexibler, kostengünstiger, effizienter und umweltfreundlicher.
Häufige Fragen
In der Lage und Höhe erreicht die RTK-GNSS-Positionierung 1–2 cm. Das Echolot löst mit 1 mm auf. Die tatsächliche Gesamtgenauigkeit hängt zusätzlich von Wellengang, Schallgeschwindigkeit und Sohlbeschaffenheit ab — sie wird im Messbericht über Kreuzungspunkte an Kontrollprofilen nachgewiesen, nicht behauptet.
Bei rund 30 cm Tiefgang ist ab etwa 0,4 m Wassertiefe eine sichere Messfahrt möglich. Der Messbereich des Echolots beginnt bei 0,15 m unter dem Schwinger und reicht bis 100 m.
Zum Einsetzen und Bergen ja — das übernimmt in vielen Projekten das Team, das ohnehin vor Ort ist, etwa für eine Drohnenbefliegung. Die Messfahrt selbst steuert eine zweite Person über das Internet aus dem Büro. Das ersetzt eine komplette zweite Anreise.
Durch den tiefen Schwerpunkt sind Messfahrten bei 40–50 cm Wellenhöhe möglich. Messungen in der Ostsee haben gezeigt, dass die Datenqualität dank Motion-Sensor darunter nicht leidet.
Anfrage
Ein kurzes Telefonat reicht meist, um Machbarkeit, Aufwand und Liefertermin einzuschätzen. Auch bei ungewöhnlichen Fragestellungen lohnt der Anruf.