Sedimenttransport & Volumenbilanz
Wo verliert der Strand Material, wo lagert es sich wieder an? Wiederholungsmessungen zeigen Richtung und Größenordnung des Transports und liefern Volumina als Zahl statt als Vermutung.
Leistung 02
Der flache Vorstrand ist für Messschiffe zu seicht und für die Landvermessung zu nass. Genau diese Lücke schließt das USV — mit rund 30 cm Tiefgang und einem Motion-Sensor, der Seegang aus den Daten herausrechnet.
Aus der Praxis
In einem Küstenprojekt wurde vom Strand bis in 5 m Wassertiefe unter NHN gemessen und die Höhe des Meeresbodens präzise erfasst. Auf dieser Grundlage lassen sich Sedimenttransporte beschreiben, Volumina abschätzen und Kartierungen erstellen.
Die Erfahrung aus diesen Messungen ist eindeutig: Durch den Motion-Sensor leidet die Datenqualität bei Wellengang nicht. Der tiefe Schwerpunkt des Katamaran-Rumpfes erlaubt Messfahrten bei 40–50 cm Wellenhöhe.
Zugleich kommt das Boot dorthin, wo größere Einheiten aufsetzen würden — bis in rund 0,4 m Wassertiefe, dicht an Buhnen, Steinschüttungen und Uferkanten.
Messprinzip Küstenprofil
Küstendynamik zeigt sich erst im Vergleich. Wird derselbe Profilschnitt zu zwei Zeitpunkten gemessen, ergibt die Fläche zwischen beiden Linien den Materialverlust beziehungsweise -gewinn pro Profilmeter — und über die Profile aufsummiert die Volumenbilanz des Abschnitts.
Lückenloser Übergang
Küstenprofile brechen typischerweise dort ab, wo die Zuständigkeiten wechseln: Die Drohnenbefliegung endet an der Wasserlinie, das Messschiff beginnt erst in mehreren Metern Tiefe. Dazwischen bleibt eine Lücke, die im Modell interpoliert werden muss.
Weil das USV bis in rund 0,4 m Wassertiefe fährt, überlappen Land- und Wasserdaten. Beide Datensätze liegen über RTK-GNSS im selben Höhensystem — der Übergang wird prüfbar statt geschätzt.
Und weil die Fernsteuerung über Starlink und 5G läuft, entsteht die Bathymetrie im selben Termin wie die Befliegung: Ihr Team setzt das Boot ein, gesteuert wird aus dem Büro.
Anwendungsfälle
Wo verliert der Strand Material, wo lagert es sich wieder an? Wiederholungsmessungen zeigen Richtung und Größenordnung des Transports und liefern Volumina als Zahl statt als Vermutung.
Wirkung von Buhnen, Steinschüttungen und Deckwerken über die Zeit belegen — auf identischen Profilachsen, mit vergleichbarem Verfahren.
Zustand vor der Maßnahme, eingebaute Menge und Umverteilung danach: die Grundlage für Erfolgskontrolle und Abrechnung.
Digitale Geländemodelle des Vorstrands, Tiefenlinien und Hangneigungen — als Planungsgrundlage und für hydro- und morphodynamische Modelle.
Mit optionalem Seitensicht-Sonar wird die Ausdehnung von Seegraswiesen flächig kartierbar, ergänzt um eine Ansprache des Sediments.
Kleinräumige, häufig wiederholte Aufnahmen für Prozessstudien — dort besonders sinnvoll, wo Schiffszeit teuer und der Bereich zu flach ist.
Küstenabschnitte liegen häufig in Natur- oder Vogelschutzgebieten. Der vollelektrische Antrieb bedeutet: kein Kraftstoff an Bord, keine Abgase, geringe Geräuschentwicklung und minimaler Wellenschlag. In Abstimmungen mit Behörden und Naturschutzbehörden ist das regelmäßig das entscheidende Argument — auch weil das Boot mit 22 kg ohne Slipanlage einsetzbar ist und keine Infrastruktur am Ufer benötigt.
Anfrage
Ob Einzelaufnahme oder Monitoring-Reihe über mehrere Jahre: Nennen Sie Lage, Profillänge und gewünschte Wiederholung — Sie erhalten eine konkrete Einschätzung.